
Kurzzitate zum Werk
(aus Besprechungen, wechselnd bespielt und gereiht nach Zufallsprinzipien)
„[…] Diese eigentlich ethische Grundhaltung des Schreibens treibt die beiden tragenden strukturellen Elemente der Narrativik dieses Buches hervor: dialogische Devianz und poetologische Reflexivität.“, Christian Aspalter, Wespennest 122/März 2001
„Seine Gedichte sind deshalb so vielschichtig, weil er als umtriebiger Leser die Traditionen kennt, variiert und ummodelt. Seine Gedichte sind Störfaktoren der gängigen Sprechblasen-Kommunikation und deshalb politisch, ohne dass sie das zu sein aufdringlich behaupten.“ Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten, 28.08.2020
„Der Hauptakteur, Wahrnehmungsfilter und -produzent ‚Sprache‘ hebelt die Kausalzusammenhänge oft aus, im Steinbacher’schen Erzählton gerät die ‚Ordnung der Dinge‘ dann auf tragikomische Weise aus den Fugen, wird durcheinandergewirbelt und neu gebildet.“ Birgit Schwaner, literaturhaus.at, 24.09.2012
„Dieser Fokuswechsel auf winzigste Details oder größte Allgemeinheiten wird bei dem im Scheibenwischer variierten Thema der Bildbeschreibung endgültig grotesk, da es wirkt, als würde man plötzlich und überraschend ein Fernrohr auf volle Vergrößerung und wieder zurückstellen.“ Thomas Raab, Die Referentin, 01.12.2022
„So richtet sich Steinbacher am reich gedeckten Tisch der Sprache wohnlich ein, um die gerasterte Ordnung durch Verkehrung, Unterstreichung, subjektive Auswahl und poetisch angerichtete Collagetechnik vom Scheintod der Plattheit wieder in den Zustand der lebendigen Schöpfung zu versetzen.“ Elisabeth Grossmann, Kultur, Dezember 1992
„Es geht um den Blick auf die Dinge, die wiederum auf den Betrachter blicken, damit dieser sie in Sprachkonstellationen überführe.“ Andreas Puff-Trojan, Die Presse, 04.11.2022
„Steinbachers Texte zeugen Satz für Satz von einem grundlegenden Staunen, dass es so etwas wie die Sprache überhaupt gibt.“ Günther Stocker, Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2000