Zitat

ZEIG DAS G – Fingeralphabet vor Donau in Linz, © Métail


Kurzzitate zum Werk

(aus Besprechungen, wechselnd bespielt und gereiht nach Zufallsprinzipien)

„Ein kombinatorisches Fest, in dem sich Einblicke in die Sprachmechanik und semantische wie lautliche Bauart des Französischen und Deutschen gewinnen lassen und in dem ein kulturelles Alphabet an Figuren geschaffen wird, mit denen die eigenen Denk-, Sprach-, Sprech- und Wahrnehmungsmuster in höchst unorthodoxen Dialog treten können.“ Michael Hammerschmid, poesiegalerie.at, 01.11.2020

„Eine Prosa, die darum bemüht ist, über ihr Gemacht-Sein, ihre eigene Verfertigung nachzudenken, und die zwischen Fest-Fügen und Beweglichkeit ständig oszilliert.“ Florian Neuner, Wespennest 141/Dez. 2005

„Ausgangspunkt seiner literarischen Arbeiten ist meist eine Zerlegung des allzu festgefügten Gebäudes unserer Sprachordnung. Kein Sprachbaustein bleibt dabei auf dem anderen. Zugleich ist Steinbacher aber auch ein besessener Konstruktivist, der aus den Tonfällen, Bildprogrammen und metrischen Echos seiner lyrischen Vorbilder ästhetische Funken schlägt.“ Michael Braun, Volltext 3/2019

„Durch die Übernahme des Metrums und der Strophenform hat der Autor einen Modus gefunden, die verschwenderische Üppigkeit und Verdrehtheit des barocken Sprachgestus ‚formell‘ aufzugreifen und anzuzapfen und zugleich für ganz andere Gestimmtheiten, Sprechweisen und Themen zu öffnen.“ Gisela Steinlechner, Wespennest 168/Mai 2015

„Das Buch beeindruckt in seinem handgreiflich-lustvollen Umgang mit den Wörtern. Dass Christian Steinbachers Poesie hoch reflektiert ist, bildet dabei geradezu die Grundlage des Vergnügens.“ Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 21.12.2006

„Die Gliederung eines Textes in Überschrift, Zusammenfassung und Fließtext wird ausgehebelt, indem die Funktionen vertauscht werden. Eine Beiläufigkeit kann eine Überschrift ergeben, eine Randbemerkung kann zu einer Faustregel werden, belanglose Seufzer können Wendepunkte in einem Dialog sein.“ Helmuth Schönauer, Lesen in Tirol, 09.11.2017 (15.01.2020)

„Dieser Fokuswechsel auf winzigste Details oder größte Allgemeinheiten wird bei dem im Scheibenwischer variierten Thema der Bildbeschreibung endgültig grotesk, da es wirkt, als würde man plötzlich und überraschend ein Fernrohr auf volle Vergrößerung und wieder zurückstellen.“ Thomas Raab, Die Referentin, 01.12.2022